Haltbarkeit

Wir wollen die Lebensmittel im Abfall reduzieren! Immer wieder wird viel zu viel eingekauft, die Ware überschreitet das Mindesthaltbarkeitsdatum (kurz MHD) und landet oft ungeprüft und ungeöffnet im Müll – obwohl sie noch voll genießbar wäre.

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Wir wollen ein Umdenken bei den KonsumentInnen bewirken! Insbesondere: »Verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln«, »Mehr Überlegen beim Einkaufen!«, »Angebots-Großpackungen für kleine Haushalte vermeiden«. Die meisten Lebensmittel können auch nach dem Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums problemlos verzehrt werden. Natürlich kommt es dabei auf die richtige Lagerung der Lebensmittel und eine dementsprechende Verwertung an.

Das Lebensmittelgesetz definiert, dass Lebensmittel Stoffe oder Erzeugnisse sind, die dazu bestimmt sind oder von denen nach vernünftigem Ermessen erwartet werden kann, dass sie in verarbeitetem, teilweise verarbeitetem oder unverarbeitetem Zustand von Menschen zu Ernährungs- oder Genusszwecken aufgenommen werden.

1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel-Abfall weltweit sind viel zu viel!

Laut einer Studie im Auftrag der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) geht ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel, das sind rund 1,3 Milliarden Tonnen essbarer Lebensmittel verloren oder wird verschwendet. Das entspricht einem Drittel der weltweiten Jahresproduktion.

Während die Rohstoffe in den Entwicklungsländern hauptsächlich beim Transport zwischen Ernte und Verkauf verloren gehen, sind in den wohlhabenden Regionen der Welt überwiegend die Händler und Konsumenten verantwortlich. Häufig führten dort »mangelnde Einkaufsplanung oder übertriebene Vorsicht bei Haltbarkeitsdaten zu großer Verschwendung«, heißt es in der Studie. Viele Lebensmittel würden weggeworfen, weil sie in Form und Aussehen nicht der erwarteten Norm entsprächen.

Die Lebensmittelverschwendung ist aber auch mit Blick auf den Klimawandel verheerend. Die intensive Landwirtschaft, welche die industrielle Lebensmittelproduktion heute voraussetzt, verschlingt große Mengen an Wasser, Dünger und Energie.

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Lagerung

Bei der richtigen Lagerung von Lebensmitteln müssen einige wichtige Aspekte beachtet werden.
Viele Lebensmittel vertragen Zimmertemperaturen, andere müssen unbedingt in den Kühlschrank.

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Lieber Zimmertemperatur oder doch Kühlschrank?

Einige Lebensmittel soll man besser nicht kühlen, denn zu niedrige Temperaturen können bei kälteempfindlichen Obst- und Gemüsearten zu Kälteschäden führen. Bananen im Kühlschrank werden grau und verlieren Süße. Tomaten werden im Kühlschrank nicht rot und reife Tomaten verlieren ihr Aroma. Birnen werden bei Zimmertemperatur weicher und süßer. Im reifen Zustand können sie für wenige Tage im Kühlschrank gelagert werden.

Die meisten heimischen Obst- und Gemüsearten (Äpfel, Birnen, Blatt- und Kohlgemüse) sollten nur ausgereift im Obst- und Gemüsefach aufbewahrt werden. Für Konserven, Packerlsuppen, Nudeln, Reis etc. ist es ein dunkler, kühler Platz im Küchenschrank. Die jeweils optimalen Lagerbedingungen sind auf der Packung vermerkt.

 

Was kommt in den Kühlschrank?

 

Der Kühlschrank ist der Hauptlagerort zur kurzfristigen Aufbewahrung für leicht verderbliche Lebensmittel im Haushalt. Die kälteste Stelle ist auf der untersten Ablagefläche an der Rückwand des Innenraumes. Hier ist der optimale Platz für leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch und Wurstwaren, Fisch und Fischerzeugnisse sowie zubereitete Speisen. Auf den Ablageflächen darüber sind Milch und Milchprodukte, Käse, geräucherte Fleischwaren sowie der Inhalt geöffneter Konserven gut aufgehoben.

In den Türfächern sind die Temperaturen am höchsten. Hier sollten Sie Lebensmittel wie Getränke, Butter, Eier, Marmeladen, Dressings, Soßen und Tuben verstauen, die nur leicht gekühlt werden müssen. Das Obst- und Gemüsefach ist durch die darüber liegende Glasplatte vom übrigen Innenraum abgetrennt, so dass die Temperatur hier um zwei bis drei Grad Celsius höher ist, als die durchschnittliche Innentemperatur.

Verderblichkeit

Lebensmittel können durch verschiedene Einflüsse verändert, ja sogar verdorben werden. Das Wissen über diese Veränderungen und deren Gründe sind die Grundlage für die richtige Behandlung der Lebensmittel!

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Bei der Verderblichkeit von Lebensmitteln spielen folgende Faktoren eine entscheidende Rolle:

  • Lagerung der Lebensmittel
  • Konservierung der Produkte
  • Physikalische Veränderungen von Lebensmitteln

Zu geringe Luftfeuchtigkeit führt zum Austrocknen – z. B. : Brot, Mehlspeisen, unverpackter Käse im Kühlschrank. Zu hohe Luftfeuchtigkeit führt zum Feuchtwerden und Klumpen – z.B.: Zucker, Salz. Zu tiefe Temperaturen (Frost) führen zu Veränderungen – z.B.: Kartoffel werden süß, Gefrierbrand. Licht führt bei vielen Lebensmitteln zu Geschmacksveränderungen, Farbveränderungen und Beschleunigung chemischer Veränderungen – z.B.: Milch, Butter, Fleischwaren. Wärme beschleunigt chemische und mikrobielle Veränderungen.

Alleine aus diesen Punkten ergeben sich bereits die idealen Lagerbedingungen für Frischwaren: kühl, trocken und lichtgeschützt bzw. dunkel!

 

Biochemische und chemische Veränderungen von Lebensmitteln:

 

Enzyme können in Lebensmitteln unerwünschte Veränderungen hervorrufen: Verderb von tiefgefrorenem Fleisch oder Gemüse, Ranzigwerden von Fett, Zerstörung bzw. Abbau von Vitaminen.

Sauerstoff lässt Fett ranzig werden, zerstört Vitamine (besonders A und C), baut Aroma ab (Kaffee) und verändert die Farbe (Äpfel, Karotten).

Chemische Umsetzung kennen wir beim Verderben von Konserveninhalten (Reaktion des Inhaltes mit beschädigten verzinktem Stahlblech) sowie beim Altbackenwerden des Brotes.
Diese Veränderungen können zum Beispiel durch folgende Maßnahmen verhindert werden: Blanchieren, Vakuumverpackung oder Aufbewahren bei tiefen Temperaturen.

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